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11.05.2025

Ein sportlicher Start in den Tag

Es gibt Wanderungen, die einem lange in Erinnerung bleiben – nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen des Weges dorthin. Genau so eine Tour war unsere Wanderung auf den Kleinen Pal. Zu dritt machten wir uns auf den Weg und wählten den Jägersteig als Aufstiegsroute. Rund 620 Höhenmeter galt es zu überwinden – und die hatten es teilweise ordentlich in sich.

Der Jägersteig und seine vielen Stufen

Bereits nach kurzer Zeit führte uns der Steig tief in den Wald. Besonders beeindruckt haben uns die unzähligen Stufen entlang des Weges. Viele davon bestanden aus mächtigen Baumwurzeln, die im Laufe der Jahre den Wandersteig durchzogen haben. Andere Stufen wurden direkt in den Steig eingebaut, um die steilen Passagen sicherer begehbar zu machen. So entstand ein abwechslungsreicher Rhythmus aus Aufsteigen, kurzen flachen Abschnitten und den nächsten “Naturtreppen”. Gerade diese vielen Stufen machten den Jägersteig zu einer sportlichen, aber zugleich sehr reizvollen Route.

Mit jedem gewonnenen Höhenmeter öffneten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Die Ruhe des Waldes, das Zwitschern der Vögel und die frische Bergluft machten den Aufstieg trotz der Anstrengung zu einem echten Genuss.

Auf den Spuren der Geschichte

Doch der Kleine Pal bietet nicht nur Natur, sondern auch ein Stück bewegende Geschichte. Die gesamte Palgruppe war während des Ersten Weltkriegs Teil der Karnischen Front zwischen Österreich-Ungarn und Italien. Hier verlief über Jahre hinweg eine hart umkämpfte Gebirgsfront. Noch heute erinnern zahlreiche Relikte an diese Zeit.

Entlang des Wanderweges und in Gipfelnähe stößt man immer wieder auf alte Stellungen, Schützengräben und Bunkeranlagen. Viele dieser Bauwerke wurden direkt in den Fels geschlagen oder aus Natursteinen errichtet. Es ist beeindruckend und zugleich nachdenklich stimmend, unter welchen Bedingungen die Soldaten hier auf über 1.800 Metern Höhe ihren Dienst verrichten mussten – Sommer wie Winter, oft bei extremen Wetterverhältnissen.

Beim Erkunden der alten Stellungen wird Geschichte greifbar. Wo heute Wanderer unterwegs sind und die Aussicht genießen, herrschten vor über hundert Jahren Entbehrung, Gefahr und Krieg. Gerade dieser Kontrast zwischen der friedlichen Berglandschaft und den erhaltenen Kriegsrelikten macht den Kleinen Pal zu einem besonderen Wanderziel.

Am Gipfel angekommen wurden wir schließlich mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg genossen wir die verdiente Pause, stärkten uns und ließen den Blick über die Karnischen Alpen schweifen./

Unser Fazit: Die Wanderung auf den Kleinen Pal über den Jägersteig ist eine abwechslungsreiche Tour, die Natur, sportliche Herausforderung und Geschichte auf einzigartige Weise verbindet. Besonders die vielen Wurzel- und Holzstufen sowie die eindrucksvollen Überreste der historischen Stellungen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wer gerne wandert und sich gleichzeitig für Geschichte interessiert, sollte diese Tour unbedingt einmal unternehmen.


Ein Kommentar

  1. Marcel Hebein says:

    Leider konnte ich bei dieser Wanderung nicht dabei sein, aber wir werden dieses Abenteuer sicher nocheinmal erleben!

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