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Tourenbericht vom 7. Juni 2026 – Gailtaler Alpen, Kärnten

Manche Berge lassen einen sanft ran. Der Reißkofel gehört nicht dazu – und genau deshalb steht er bei uns ganz oben auf der Liste der Touren, die wir nur mit gutem Gewissen weiterempfehlen, wenn wir sie selbst getestet haben.

Drei unserer Wanderführer, Florian, Marcel und David, haben sich Anfang Juni auf den 2.371 Meter hohen Aussichtsberg über dem Gailtal gemacht, um genau das zu tun: die Tour für euch unter die Lupe zu nehmen. Schon nach den ersten steilen Kehren war klar – das wird kein gemütlicher Spaziergang mit Marillenschnaps am Gipfel. Der Weg zieht von Anfang an konsequent bergauf, ohne die Verschnaufpausen, die einem andere Kärntner Hausberge gönnen.

Passenderweise fällt diese Tour in eine besondere Zeit für uns: Marcel hat seine Bergführerausbildung erfolgreich abgeschlossen. Genau dieses Know-how steckt jetzt in jeder Einschätzung, die wir zu Touren wie dieser abgeben – und in jeder geführten Begehung, die wir künftig anbieten.

Der Grat, über den man nicht spricht, ohne zu schlucken

Wer den Reißkofel kennt, weiß, wovon die Rede ist, sobald der Name fällt: der Gipfelgrat. Schmal, brüchig, auf beiden Seiten geht’s ordentlich zur Sache – und genau dort trennt sich die Spreu vom Weizen. Unsere drei Tourenscouts haben sich mit Konzentration und dem einen oder anderen Griff zum Stahlseil durchgearbeitet, wo der Weg es verlangt.

Ganz ehrlich gesagt: Das ist keine Übertreibung für die Dramatik. Wer Höhenangst hat, sollte sich diese Tour zweimal überlegen. Wer sie nicht hat – oder gut genug ignorieren kann – wird mit einem der eindrucksvollsten Gratstücke belohnt, das die Gailtaler Alpen zu bieten haben.

Die Belohnung oben

Nach all der Konzentration öffnet sich der Blick: die Karnischen Alpen auf der einen Seite, die Julischen Alpen als Kulisse in der Ferne, darunter das Gailtal, das sich friedlich durchs Grün zieht – so friedlich, wie der Weg dorthin eben nicht war. Genau dieser Kontrast macht den Reißkofel aus: Er verlangt einem alles ab und gibt es einem oben in einer einzigen Aussicht zurück.

Unsere Einschätzung für euch

Der Reißkofel ist nichts für den ersten Bergtag der Saison und nichts für schwache Nerven. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier keine Kür, sondern Pflicht. Wer diese Voraussetzungen mitbringt und sich auf einen fordernden, steilen Aufstieg einlässt, bekommt eine der intensivsten Touren, die Kärnten zu bieten hat – mit einem Gipfelerlebnis, das lange nachwirkt.

Danke an Florian, Marcel und David fürs Testen dieser Tour für euch. Wer Interesse an einer geführten Begehung hat: Meldet euch bei uns – aber sagt nicht, wir hätten euch nicht gewarnt.


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